Schulfrieden - Erfolgsrezept aus NRW auch für Niedersachsen denkbar?

Lange ging es in Sachen Schulpolitik in NRW so, wie es derzeit in Niedersachsen läuft. Jeder, der gerade an der Regierung ist, will „sein“ Konzept umsetzen und schafft das ab, was der Vorgänger gerade installiert hatte. Wie es in NRW möglich wurde, endlich einen Schulfrieden mit allen zu schließen – und das für die nächsten zwölf (!) Jahre, berichtete am 15.12.2012 die Ministerin für Schule- und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen Sylvia Löhrmann (BÜNDNIS 90/Die Grünen), bei einem Tischgespräch in Westerstede mit Schulleitungen, Elternvertreterin und Schulträger. Das wichtigste und erfreulichste Ergebnis: Es ist für alle Ruhe eingekehrt, Schulfrieden eben.

 

Die Grüne Ministerin hat es geschafft, mit allen politischen Gruppen gemeinsam Ziele der Schulpolitik zu definieren und daraus über die Einrichtung von Arbeitsgruppen Vorschläge zu erarbeiten, wie künftig Schule aussehen soll. Sie hat fast alle großen Verbände mit ins Boot holen können und auch die Eltern nicht außen vor gelassen.

So konnten sich viele verschiedene, auf den jeweiligen Standort zugeschnittene Schulformen entwickeln. Trotzdem ist durch standardisierte Abschlussprüfungen wie z.B. das Zentralabitur gewährleistet, dass alle SchülerInnen am Ende ihrer Schullaufbahn gleichwertig ausgebildet sind.

 

Die Gesamtschulen – immerhin wurden 20 im Jahr 2012 neu eingerichtet – zeigen in diesem Vergleich eine bemerkenswerte Bildungsleistung: obwohl über ein Drittel der SchülerInnen, die dort das Abitur ablegen, keine Gymnasialempfehlung haben, liegt der Abiturdurchschnitt an den Gesamtschulen nur minimal unter dem Landesschnitt aller Schulformen, die in Nordrhein-Westfalen in 8 und 9 Jahren zur Hochschulreife führen.

Auch in Niedersachen treten wir GRÜNE dafür ein, dass das Bildungspotential deutlich angehoben wird und der Elternwille akzeptiert und maßgebend ist. Ein Schulfrieden mit dem Vorbild aus NRW ist für uns ein erstrebenswertes Ziel.