Ortsverband Wiefelstede

Kreisverband Ammerland

Schulplätze für Wiefelstede

Endlich vorausschauend planen!

27.05.26 – von Anne Ilona Sieckmann –

Die Grünen in Wiefelstede begrüßen, dass die Viertklässlerinnen und Viertklässler nun Gewissheit über ihren Schulplatz erhalten haben. Für viele Familien bedeutet das zunächst Erleichterung nach einer langen Phase der Unsicherheit. Erschreckend ist jedoch, dass für die mögliche Lösung des einen Problems nun neue Schwierigkeiten geschaffen werden. Wie die Schulleitung der Grundschule Metjendorf, Frau Thom, den Eltern mitteilte, handelt es sich bei den der KGS zugesagten Container-Klassenräumen um aktuell an der Grundschule Metjendorf benötigte Räume. Diese spielen nach aktueller Planung auch eine entscheidende Rolle in der Ferienbetreuung.

Die aktuelle Situation macht erneut deutlich, wie angespannt die Lage nicht nur an der KGS Rastede inzwischen ist. Auch Frau Klages, Schulleiterin der OBS Wiefelstede, hat bereits 2024 vor räumlichen Engpässen an der Obschule Wiefelstede gewarnt. Speziell an der KGS Rastede führen die dauerhaft hohen Anmeldezahlen zu einer erheblichen Belastung für Schülerinnen und Schüler ebenso wie für die Beschäftigten der Schule. Die Schule überschreitet seit Jahren systematisch die zulässige Höchstzahl an Klassen. „Die KGS leistet seit Jahren Enormes. Trotzdem kann eine Schule auf Dauer nicht immer weiter wachsen, ohne dass dies Auswirkungen auf die Lernbedingungen und die Arbeitsbelastung hat“, erklärt Anne Sieckmann, grünes Ratsmitglied im Schulausschuss Wiefelstede.

Aus Sicht der Grünen sollte die Gemeinde deshalb umgehend in die Planung einer zusätzlichen weiterführenden Schulform einsteigen, etwa in Form einer Integrierten Gesamtschule (IGS). Eine solche Schule könnte ein zusätzliches gymnasiales Angebot schaffen und gleichzeitig die KGS deutlich entlasten. „Welche konkrete Schulstruktur langfristig sinnvoll ist, kann nur auf Grundlage einer fundierten Schulentwicklungsplanung entschieden werden. Dabei müssen insbesondere die tatsächlichen Schülerzahlen, räumlichen Entwicklungsmöglichkeiten und zukünftigen Bedarfe berücksichtigt werden, so Sieckmann. Ob diese Planung in Richtung IGS oder in eine ganz andere evtl. kooperativere geht, bleibt abzuwarten. Entscheidend sei jedoch, dass diese Planung jetzt schnell beginne und nicht erst dann, wenn die Probleme weiter eskaliert seien, so Sieckmann. Gleichzeitig sollte der Schulbezirk Rastede/Wiefelstede endlich auf eine solide vertragliche Basis gestellt werden. „Dass es in den Nachbargemeinden besser klappt, spricht für die dort getroffenen Regelungen“, so Dr. Patrik Schönfeldt, ebenfalls grünes Ratsmitglied im Schulausschuss.

Voraussetzung für die Übertragung der Schulträgerschaft an die Gemeinden ist nach Schulgesetz, dass diese mit der Entwicklung eines regional ausgeglichenen Bildungsangebots zu vereinbaren ist. „Wenn die Gemeinden das nicht leisten können, muss die Schulträgerschaft eigentlich zurück an den Kreis“, so Schönfeldt weiter. Die Grünen fordern Verwaltung und Rat daher auf, parallel zu einer umfassenden Schulentwicklungsplanung bereits konkrete Schritte zur Entwicklung eines zusätzlichen gymnasialen Angebots einzuleiten. Dieses solle insbesondere auch aus dem Gemeindenorden gut zu erreichen sein. Ziel müsse es sein, spätestens zum Schuljahr 2027/28 eine spürbare Entlastung zu erreichen.

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