Ortsverband Rastede

Kreisverband Ammerland

Vorsorgen für Krisen und Katastrophen

Was können wir tun? Viel!

25.04.26 – von Christian Finck –

Das war ein sehr informativer „Grüner Treff“ im Zollhaus mit Jannik Bühner und Axel Kittel. Die beiden kennen sich aufgrund ihres beruflichen Hintergrundes sehr gut mit den Themen Bevölkerungsschutz, Gefahrenabwehr und Krisenvorsorge aus.

Jannik studiert Gefahrenabwehr und ist Notfallsanitäter, Axel war jahrzehntelang bei der Bundeswehr in verschiedenen verantwortlichen Positionen im Einsatz. Beide sind in einer ortübergreifenden AG zu Sicherheit und Bevölkerungsschutz. Unter den Teilnehmer*innen war auch der Leiter der Oldenburger Berufsfeuerwehr, der einige wertvolle Hinweise geben konnte,

Jannik hat uns einen Überblick über den Aufbau des Katastrophenschutzes in Deutschland gegeben und auf dessen Defizite aufmerksam gemacht. Er hebt aber auch die großen kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten hervor. Wir haben vor Ort vieles in der Hand, das sollten wir nutzen! Rastede ist, das zeigt Jannik auf, umgeben von „Hotspots“ für mögliche Krisen (was mir nicht so bewusst war).

Axel führt uns anschließend durch einen „Supermarkt“ sinnvoller privater Vorsorge- und Bevorratungsmöglichkeiten. Er zeigt anhand vieler konkreter Produkte, wie wir es schaffen, die im Krisenfall entscheidenden ersten zehn Tage zu überstehen. Erst dann ist nämlich das staatliche Krisenmanagement so „hochgefahren“, dass die Versorgung der Bevölkerung weitgehend abgesichert werden kann. Vorsorge ist wichtig in den Bereichen Strom, Wärme, Wasser, Hygiene, Medizin und Lebensmittel. Die Möglichkeiten, die Axel humorvoll und kurzweilig präsentiert, sind z.T. verblüffend einfach (Wärmeerhalt), z.T. aber auch etwas komplizierter (Strom) oder kurios bis „interessant (Hygiene). Eines ist aber allen Vorschlägen gemeinsam: sie sind finanzierbar, gerne auch gemeinsam in der Nachbarschaft. Beispiel: Gemeinsames Kochen ohne Strom? Kein Problem! Vegan oder mit Fleisch: alles möglich. Nicht alles „Sterneküche“, aber essbar und sättigend.

Fazit für mich: Etwas weniger Naivität im Hinblick auf durchaus reale Gefahren, ohne in Angst zu verfallen. Vielleicht doch mal in der Familie und mit Nachbarn über das Thema sprechen, gemeinsame Prioritäten setzen und einkaufen gehen.

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