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Grüner Treff mit Sven Giegold

20.12.25 –

Sehr gut besucht war der „Grüne Treff“ in Rastede zur „Energiewende“ am 02. Dezember mit Sven Giegold. Sven war Staatssekretär bei Robert Habeck im Bundeswirtschaftsministerium und hat die Energiewende der „Ampelkoalition“ mitgestaltet. Große Politik ganz nah und lebendig!

Sven zeigt auf, was von uns Grünen bereits erreicht wurde (großer Anteil Erneuerbarer im Bereich Strom) und was nicht (Erneuerbare in Wärme und Verkehr). Nach der politischen „Dunkelflaute“ unter CDU-Wirtschaftsminister Altmaier haben die Grünen in der „Ampel“ den Turbo gezündet. Das Tempo bei Solar- und Windenergie und den Genehmigungen für Übertragungsnetze hat sich vervielfacht. Sven ist optimistisch, dass die Energiewende gelingen wird – Dank grüner Politik und der bereits eingesetzten weltweiten Dynamik der Erneuerbaren als „Motor des globalen Energiesystems“. Und trotz der fossilen Phantasien der neuen Wirtschaftsministerin Katharina Reiche. Wer auf der Bremse steht, verliere die Zukunft, so Sven. Reiche setze auf falsche Szenarien. Sie rechne den Energiebedarf klein und schütze - gegen die Interessen von Bürger*innen und Wirtschaft - fossile Interessen: Für Sven ist das „Deindustrialisierung mit Ansage“, sie untergrabe die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Geopolitisch sorge diese Politik für Abhängigkeit von extrem problematischen internationalen Akteuren.

Letztlich sind „die Erneuerbaren“ effizienter und günstiger als Gas, Öl und Kohle.

Was muss nun passieren?

Sven benennt Bedingungen, die umgesetzt werden müssen: der Netzausbau muss entschieden vorangetrieben werden, technische und digitale Instrumente zur Steuerung des Stromverbrauchs (Smartmeter) und intelligente Preismechanismen, die regionale Unterschiede berücksichtigen, sind ebenso wichtig. Zudem müssen die Energienetze in Europa ausgebaut werden, um die Kosten zu senken und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Auch sehr wichtig: Energie muss demokratischer werden, Bürger*innenprojekte vor Ort sollen Vorrang erhalten, kommunale Akteure sollen auch finanziell profitieren.

Im Anschluss an Svens Vortrag gab es eine intensive Diskussion über die Belastungen der Natur durch Solarparks und Windräder und die berechtigte Frage, warum denn Energieeinsparungen von den Grünen kaum thematisiert würden. Sven sind diese (vermeintlichen) Widersprüche bewusst, letztlich müsse Grüne Politik aber auch „verkauft“ werden, um überhaupt in die Lage zu kommen, diese umsetzen zu können.

Bei der Frage, wie die Arbeit mit Robert Habeck im Wirtschaftsministerium gewesen sei, wurde eines klar: hart! Sven erzählte von Roberts Arbeitsstil, der von Sachorientierung und Zuhören geprägt und einem demokratischen Führungsverständnis geprägt gewesen sei. Partys gab es dagegen nicht…

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