Unterschriften gegen GLYPHOSAT

Der Stand der Westersteder GRÜNEN mit der Unterschriftenliste gegen Glyphosat
Der Stand der Westersteder GRÜNEN mit der Unterschriftenliste gegen Glyphosat

Die Westersteder Grünen beteiligten sich am eurpopaweiten Aktionstag am 13.05.2017 gegen Glyphosat. Innerhalb zweier Stunden sammelten sie in Westerstedes Innenstadt über 50 Unterschriften von GLYPHOSAT -Gegnern. Das vorläufige Ziel der eurpopäischen Bürgerinitiative ist es, 1 Million Unterschriften zu erreichen.

Am 17./18. Mai tauschen sich die EU-Staaten hinter verschlossenen Türen in Brüssel über das weitere Vorgehen in Sachen Glyphosat auf, möglicherweise legt die EU-Kommission schon dann ihren Neuzulassungsvorschlag vor. Im Juli könnte dann schon darüber abgestimmt werden.

Schon jetzt hat sie über 730.000 erreicht und in sieben von acht Ländern auch das erforderliche Quorum. Die EBI läuft bis Ende des Jahres, angestrebt ist aber, die Millionenmarke schon vor der EU-Entscheidung (möglicherweise im Juli, s.u.) zu erreichen.

Glyphosat ist weltweit das Ackergift Nummer eins. In Deutschland werden pro Jahr über fünf Millionen Liter davon auf die Äcker gespritzt. Glyphosat-Rückstände finden sich in vielen Lebensmitteln, bei Stichproben-Untersuchungen haben die meisten Menschen das Ackergift schon in ihren Körpern. Die Krebsexperten der Weltgesundheitsorganisation haben Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Die deutschen und europäischen Behörden halten das Gift trotzdem „bei sachgemäßer Anwendung“ für unbedenklich. Glyphosat ist allerdings unbestritten Gift für die Artenvielfalt. Eine wachsende internationale Bewegung hat Schäden durch das Ackergift an Menschen, Tieren und Umwelt weltweit dokumentiert.

Die Agrarkonzerne, allen voran Monsanto, drängen trotzdem schon lange auf eine Glyphosat-Neuzulassung für weitere 15 Jahre. Im letzten Sommer konnte eine breite europäische Bewegung aus Umwelt- und Verbraucherschützern und Grünen erreichen, dass zunächst nur eine Übergangsfrist bis Ende 2017 für Glyphosat gab. Dieses Jahr soll jedoch die Entscheidung über die Wiederzulassung fallen.

Die Westersteder Grünen freuten sich über ihren kleinen Beitrag und hoffen auf mehr. Weitere Infos unter www.stop-glyphosat.de

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