Begrüßung der Gäste und des Podiums, v.r.n.l. Dr. Lutz Neubauer, Hanso Janßen, Christian Meyer, MdL. Stehend: Jörg Thom (Foto: Ulf Berner)
Begrüßung der Gäste und des Podiums, v.r.n.l. Dr. Lutz Neubauer, Hanso Janßen, Christian Meyer, MdL. Stehend: Jörg Thom (Foto: Ulf Berner)

Wir hatten zu einer Podiumsdiskussion zum Thema ‚Multiresistente Keime in Badegewässern‘ in den  Museumskroog ‚Junker van der Spekken‘ eingeladen.

Christian Meyer, ehemaliger Landwirtschaftsminister und nun Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion für Naturschutz, Dr. Lutz Neubauer, Urologe i.R. und Ratsherr aus Lohne informierten und diskutierten mit ca. 60 Interessierten unter der kundigen Gesprächsleitung des ehemaligen Landtagsabgeordneten Hanso Janßen aus Jade.   Mehr »

Die aktuelle Debatte um die starken Verluste an Insekten in der Natur und die europaweite Diskussion um Glyphosat, Neonikotinoide und andere Ackergifte hat die Grüne Kreistagsfraktion zum Anlass genommen, sich mit der Situation im Ammerland und insbesondere mit den kreiseigenen Flächen zu befassen.

Fraktionssprecher Georg Köster meint dazu: „Auf öffentlichen Flächen und in Privatgärten sollten keine umweltgefährlichen Pflanzenschutzmittel verwendet werden. In der Landwirtschaft brauchen wir eine sorgfältige unabhängige Erforschung der Umweltauswirkungen. Auch die konventionelle Landwirtschaft muss nachhaltig wirtschaften.“

„Sicherlich beeinträchtigt der massenhafte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft. Aber solange wir es nicht geschafft haben, uns eine chemiefreie Landwirtschaft zu leisten, wird die Agrarindustrie weiterhin auf den Einsatz von Umweltgiften setzen“, gibt Hergen Erhardt, Sprecher für Umwelt- und Naturschutz, zu bedenken.   Mehr »

Die längst fällige Überarbeitung der EU-Trinkwasserrichtlinie soll nun endlich die steigenden Probleme der Bereitstellung sauberen Trinkwassers angehen. Diese Chance für Weichenstellungen zum Schutz der Trinkwasserressourcen darf nicht vertan werden. Es ist gut und sinnvoll, dass die EU-Kommission nun endlich Wasserrahmenrichtlinie und Trinkwasserrichtlinie mit der Nitratrichtlinie verknüpfen will. Doch gerade wir in der Agrarregion Nordwest-Niedersachsen und unser kommunaler Wasserversorgung OOWV wissen nur zu gut, dass hier letztendlich die ganze Agrarpolitik und auch die Chemikalien- und Arzneipolitik mit in Betracht gezogen werden muss.    Mehr »

Der Stand der Westersteder GRÜNEN mit der Unterschriftenliste gegen Glyphosat
Der Stand der Westersteder GRÜNEN mit der Unterschriftenliste gegen Glyphosat

Die Westersteder Grünen beteiligten sich am eurpopaweiten Aktionstag am 13.05.2017 gegen Glyphosat. Innerhalb zweier Stunden sammelten sie in Westerstedes Innenstadt über 50 Unterschriften von GLYPHOSAT -Gegnern. Das vorläufige Ziel der eurpopäischen Bürgerinitiative ist es, 1 Million Unterschriften zu erreichen.   Mehr »

Grüner Aktionsplan Düngegesetz vorgelegt – Maßnahmen des Bundes gegen Überdüngung dringend notwendig

Die Überdüngung des Landschaft ist ein Riesenproblem. Da der Bund aber keine Anstalten vornimmt, die Böden, das Trinkwasser und die Umwelt als solches zu bewahren, sind die acht grünen Landwitschaftsminister mit einem Plan vorgeprescht. Hier ist ihr Text dazu:

Acht grüne Minister*innen aus Agrar- und Umweltressorts, darunter unser niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer sowie unsere grüne Bundestagsfraktion, wollen das Nichtstun des Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt (CSU) in der Frage nach einer dringend notwendigen Reform des Düngerechts nicht mehr hinnehmen. Gemeinsam haben Sie am Mittwoch einen Aktionsplan Düngegesetz vorgelegt, um den Bundeslandwirtschaftsminister zum Handeln zu bewegen. Denn die überdimensionierte Tierhaltung, vor allem in Niedersachsen, führt zu einer erheblichen Belastung der Böden und der Luft, vor allem aber des Grundwassers mit Nitrat. Deshalb hat auch die EU-Kommission bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen Verstoßes gegen die Wasserrahmenrichtlinie eingeleitet, es drohen hohe Strafzahlungen.

Weitere Informationen können der entsprechenden Pressemeldung des niedersächsischen Agrarministeriums entnommen werden, welche unter diesem Link abrufbar ist.

Das Positionspapier der acht grünen Landesminister*innen und der grünen Bundestagsfraktion finden Sie hier.

Das Auge des Herrn mästet das Vieh

Im Publikum: über 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger
Im Publikum: über 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger

Industrielle Tierhaltung funktioniert nicht ohne den Einsatz von Antibiotika. Doch die Erreger passen sich an und bedrohen längst auch die menschliche Gesundheit. Weil die Gefahr von Antibiotika-Resistenzen aus den Ställen droht, stellt sich die Frage: „Tierhaltung – eine Frage der Haltung. Droht das postantibiotische Zeitalter?“

Weit mehr als 100 Gäste im Friedrich-Hempen-Haus in Bad Zwischenahn-Ofen haben bewiesen, dass dieses Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Eingeladen hatten die Ärzte gegen Massentierhaltung e.V., der BUND, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), das ökumenische Zentrum Oldenburg (ÖZO), der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN) und Bündnis 90/Die GRÜNEN zu einem Informationsaustausch.

Auf dem Podium v.l.n.r.: Ottmar Ilchmann (AbL), Stig Tanzmann (Brot für die Welt), ich, Gerhard Schwetje (Landw.Kammer Nieders.), Dr. Imke Lührs (Ärzte gegen Massentierhaltung)

Auf dem Podium v.l.n.r.: Ottmar Ilchmann (AbL), Stig Tanzmann (Brot für die Welt), ich, Gerhard Schwetje (Landw.Kammer Nieders.), Dr. Imke Lührs (Ärzte gegen Massentierhaltung)

Ärzte und Pflegepersonal in Praxen und Kliniken führen einen oft aussichtslosen Kampf gegen Infektionen mit antibiotikaresistenten Erregern. Das Auftreten von MRSA hat sich seit 1992 verzehnfacht. Vorsichtige Schätzungen sprechen von 132.000 MRSA-Nachweisen jährlich in Deutschland und etwa 30.000 Todesfällen durch MRSA und andere Erreger, die mit den vorhandenen Antibiotika nicht mehr zu bekämpfen sind bzw. Klinikbehandlungen extrem verteuern.

Dr. Imke Lührs, Rheumatologin aus Bremen und Mitglied der Initiative Ärzte gegen Massentierhaltung, forderte deshalb einen sinnvollen Einsatz von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin, ein Verbot des Einsatzes von Reserveantibiotika in der Tierhaltung und die Einführung einer Meldepflicht bei Feststellung antibiotikaresistenter Keime.

Gerhard Schwetje, selber konventionell wirtschaftender Landwirt und Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, verwies auf das Bundesamt für Risikoforschung, das den Landwirten exakt an die Hand gebe, wie viel Antibiotika sie ihren Tieren verabreichen würden. Ein weiterer Aspekt der intensiven Tierhaltung sei, dass sie sich dem Weltmarkt stellen müsse.

Dem widersprach Otmar Ilchmann, Landesvorsitzender der ABL, weil in Ställen mit mehreren tausend Tieren, insbesondere in der Geflügel- und Schweinehaltung, alle Tiere metaphylaktisch mit Antibiotika versorgt werden müssten, wenn einige wenige Tiere in der eng zusammenlebenden Herde erkrankt seien. Deswegen müssten die Haltungsbedingungen geändert werden. Eine Verringerung der Tierbesatzdichten, Auslauf der Tiere im Freien und eine Rückkehr zur Erzeugung der Futtermittel auf dem eigenen Hof, würden diesem Problem entgegenwirken, gleichzeitig aber auch eine Verbesserung der Nitratbelastung des Grundwassers reduzieren helfen.

Stig Tanzmann von Brot für die Welt appellierte an das Verantwortungsbewusstsein der Pharmaindustrie, den Missbrauch von Antibiotika im Stall nicht weiter auf die Spitze zu treiben. Schließlich sei das Thema dieses Abends ein globales Gesundheitsthema. Zwar stürben auch in Deutschland immer mehr Menschen an Infektionen mit resistenten Keimen, doch in den sogenannten Entwicklungsländern könne sich kaum jemand ein Antibiotikum leisten.

Mehr Geld für die Forschung, um auch zukünftig mit wirksamen Antibiotika Menschen schützen zu können, dieser Forderung von Tanzmann schloss sich Peter Meiwald, umweltpolitscher Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN, an. Allerdings müsste dringendst auch dafür gesorgt werden, dass noch wirksame Antibiotika den Menschen zur Verfügung stehen und eben nicht zur Lösung der Probleme der industriellen Tierhaltung gebraucht werden. Die GRÜNEN fordern in diesem Zusammenhang eine Änderung des Dispensierrechtes der Tierärzte, so dass diese nicht mehr selbst an den von ihnen verordneten Antibiotika finanziell profitieren. Doch auch der Systemfrage nach der Zukunft der Landwirtschaft gerade in unserer Region muss sich gestellt werden.

Dies war auch Tenor der Diskussion mit dem Publikum, in dem auch viele Landwirte vertreten waren. Ein Weiter-So werde die bestehenden Probleme mit Antibiotika-Resistenzen ebenso verschärfen wie den bröckelnden Rückhalt der Bauern in der Bevölkerung und die Tendenz zum Höfesterben. Einig war sich das Podium, dass dazu der Dialog mit den konventionellen Landwirten wie mit den Biobauern zugunsten einer urenkeltauglichen Landwirtschaft dringend verstärkt werden müsse.

V.l.n.r.: Bernd Kleyboldt, Kristine Ambrosy-Schütze, Christian Meyer (Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister), Thorsten Cordes, Peter Meiwald
V.l.n.r.: Bernd Kleyboldt, Kristine Ambrosy-Schütze, Christian Meyer (Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister), Thorsten Cordes, Peter Meiwald

Podiumsdiskussion mit dem niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer

Am Samstag, dem 25.05.2013, folgten etwa 70 Gäste der Einladung des Kreisverbands Ammerland von Bündnis 90/ Die Grünen zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Was wollen wir essen? – Ethik und Verantwortung in der Lebensmittelerzeugung“ in die Genossenschaftsakademie in Rastede.   Mehr »

Ammerländer Grüne bei der Demo "Wir haben es satt"

Am Samstag, dem 10.November 2012 demonstrierten etwa 2000 BürgerInnen und Bauern in Hannover, um für die Landtagswahlen im Januar 2013 ein deutliches agrarpolitisches Zeichen zu setzen. Neben vielen weiteren AmmerländerInnen nahmen von den GRÜNEN Jörg Thom und Karl-Fritz Gertjejanssen vom Kreisvorstand und die Landtagskandidatin Susanne Miks an der Demonstration teil.

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Ökologische Landwirtschaft - für Mensch, Tier, Klima

07.11.2016

Von: Bundestagsfraktion

Gentechnik: SPD und Union ermöglichen Comeback durch die Hintertür

Zum am 02.11.2016  vom Bundeskabinett beschlossenen Gentechnik-Gesetzentwurf erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik

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07.11.2016

Von: Bundestagsfraktion

Tierhaltung: Erweiterung der Tierhaltungsverordnung überfällig

Zum Beschluss des Bundesrates vom 04.11.2016 für eine Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik

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28.09.2016

Von: Bundestagsfraktion

Mehr Transparenz bei veganen und vegetarischen Produkten schaffen!

Zur Ablehnung unseres Antrages „Mehr Transparenz bei vegetarischen und veganen Produkten schaffen“ im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaf erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucher- und Tierschutzpolitik.

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28.09.2016

Von: Bundestagsfraktion

Tierhaltung: Keine substanzlosen Schachzüge mehr

Zur Ankündigung eines staatlichen Tierwohllabels durch Landwirtschaftsminister Schmidt nach der aktuellen Berichterstattung zu Missständen in Tierställen erklären Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik, und Nicole Maisch, Sprecherin für Tierschutzpolitik.

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08.09.2016

Von: Bundestagsfraktion

Agrarministerkonferenz: Milchmenge jetzt reduzieren

Zur am 07.09.2016 begonnenen Agrarministerkonferenz in Rostock erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik

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06.09.2016

Von: Bundestagsfraktion

Güllehavarien gefährden Wasserqualität

Zu den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes über Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen erklärt Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik

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24.08.2016

Von: Bundestagsfraktion

Regulierung der Massentierhaltung

Zu den Vorschlägen von Umweltministerin Hendricks für eine stärkere Regulierung der Massentierhaltung erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender

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23.08.2016

Von: Bundestagsfraktion

Glyphosat: Merkel-Aussagen sind befremdlich

Zu Äußerungen von Bundeskanzlerin Merkel für einen weiteren Glyphosat-Einsatz in der Landwirtschaft erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik

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09.06.2016

Von: Bundestagsfraktion

Tierwohl: Schmidt kann von Dänemark lernen

Zur Einführung eines staatlichen Tierwohllabels in Dänemark 2017 erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik

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09.06.2016

Von: Bundestagsfraktion

Keine Glyphosat-Zulassung: Ohrfeige für Schmidt

Zum erneuten Scheitern einer Glyphosat-Laufzeitverlängerung am 06.06.2016 in Brüssel erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik

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URL:https://www.gruene-ammerland.de/oekologische-landwirtschaft/browse/5/