20.02.2018

Von: Landtagsfraktion

Grüne: AKW Emsland steht der Energiewende im Weg

Das AKW Emsland (KKE) bei Lingen soll abgeschaltet werden, um die Netze freizumachen für Erneuerbare Energien. Einen entsprechenden Antrag legten die GRÜNEN am 19. Februar 2018 im Umweltausschuss des Landtags vor.

Dazu sagt Imke Byl, energiepolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion:

„Die Bundesregierung hat den Ausbau der Windenergie in großen Teilen Niedersachsens gedeckelt. Ausgerechnet der besonders windreiche Nordwesten droht, von der Energiewende abgekoppelt zu werden.“

Miriam Staudte, atompolitische Sprecherin der Fraktion, ergänzt:

„Atomstrom verstopft die Netze. Damit die Energiewende weitergehen kann, müssen die AKW vom Netz. Die Landesregierung muss jetzt verhindern, dass die Laufzeiten durch die Übertragung von Reststrommengen anderer Atomkraftwerke sogar noch verlängert werden.“

Zum Hintergrund

Im Jahr 2017 war Niedersachsen beim Windenergieausbau erneut Spitzenreiter im Bundesvergleich. Doch seit März 2017 gelten große Teile Niedersachsens als Netzausbaugebiet. Weil Netzkapazitäten zur Aufnahme des Erneuerbaren Stroms fehlten, soll der Ausbau im Nordwesten gedrosselt werden. Im Netzausbaugebiet liegt jedoch das Atomkraftwerk Emsland (Lingen II) , das 2016 mit unverminderter Kapazität weiterlief und die Netze mit Atomstrom verstopft.

Betroffen vom Netzausbaugebiet sind die niedersächsischen Landkreise Cuxhaven, Harburg, Lüneburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Stade, Ammerland, Aurich, Cloppenburg, Emsland, Friesland, Leer, Oldenburg, Vechta, Wesermarsch und Wittmund sowie die kreisfreien Städte Delmenhorst, Emden, Oldenburg und Wilhelmshaven.

Antrag: www.fraktion.gruene-niedersachsen.de/index.phpUnnötige Netzengpässe beseitigen, AKWs jetzt abschalten: Netze für erneuerbare Energien frei machen Drs. 18/247 pdf | 22 KB

URL:http://www.gruene-ammerland.de/klima-energie/volltext-klima-energie/article/gruene_akw_emsland_steht_der_energiewende_im_weg/