28.11.2017

Von: Landtagsfraktion

Imke Byl: Schlechter Tag für Artenvielfalt und Umweltschutz

Das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat darf für weitere fünf Jahre eingesetzt werden, dies wurde am 27. November 2017 auch mit der Stimme der Bundesregierung beschlossen. Zudem äußerte sich heute der ehemalige Wirtschafts- und jetzige Umweltminister Olaf Lies im HAZ-Interview zu seiner neuen Rolle, unter anderem zur Bedeutung von Umwelt- und Artenschutz.

Dazu sagt Imke Byl, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion

„Ich bin fassungslos. Die Bundesregierung ist umgefallen und hat so den Weg für Glyphosat frei gemacht. Der Schutz unserer Gesundheit und unserer Umwelt ist hier offensichtlich nachrangig.

Wo Glyphosat und Neonikotinoide genutzt werden, bleiben ausgeräumte Landschaften zurück. Ich freue mich, dass nun auch Umweltminister Olaf Lies erkannt hat, dass wir beim Artensterben vor einer existenziellen Frage stehen. Mehr Bäume pflanzen ist ein netter Anfang, aber Schönwetterpolitik genügt nicht. Es ist dringend an der Zeit, die Ursachen anzugehen und den überbordenden Einsatz von Pestiziden und Bienengiften zurückzuschrauben. Dazu hört man jedoch von Olaf Lies kein Wort. Bleibt Niedersachsen bei seiner ablehnenden Haltung und dem rot-grünen Verbot von Glyphosat auf Spielplätzen, Parks und Sportanlagen?

Zum Hintergrund

Die erneuerte Zulassung für Glyphosat ist sehr umstritten, das Total-Herbizid steht im Verdacht, krebserregend zu sein und durch seine Wirkung auf Bienen und Hummeln das Insektensterben zu verursachen. Die EU-Kommission hat zuletzt vorgeschlagen, den Einsatz von Glyphosat für weitere fünf Jahre zu erlauben. Deutschland hatte sich bei den bisherigen Abstimmungen enthalten.

 

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